„
…
Wo bist du gewesen?, fragte ich.
Weißt du es, sagte Darius, wo ich überall war in den drei Tagen? Ich war in Genf, ich war in Ruanda, ich war im Kopf von Kagame, ich war in Deutschland. Man hat mir gesagt, in jener Straße habe kein Massaker stattgefunden so früh im April, nicht da, nicht zu dem Zeitpunkt, aber vom Fenster meiner Wohnung aus konnte ich es sehen, eines der ersten, sie haben den Männern die Achillissehne durchgeschossen, damit sie nicht fliehen konnten, und dann haben sie sie hingerichtet, einige mit den Gewehren, andere mit Macheten, Schlag in den Nacken, oder habe ich die Szene erst später aus den Bildern und Beschreibungen zusammengesetzt, denke ich erst jetzt, dass da ein Junge lag, habe ich das nur später erzählt bekommen, und ich meine bloß, mich zu erinnern?
…
„
und wir kamen jeden Sommer – Elona Beqiraj
„
sie haben uns
die häuser genommen
und daraus
ruinen gemacht.
…
“
exil#1
„
…
but baba,
i, myself,
belonged nowhere.
„
dear baba
Lesung am 12.12.2019 – im Herzblut Hannover, 7.30pm
„
…
Die beiden dachten an nichts Böses und nahmen die Einladung an. Man setzte sich an einen mit leckeren Dingen gedeckten Tisch. Die Schüssel mit Tarîd stand direkt vor ihnen, und der Gastgeber drängte sie zuzulangen. Der Onkel griff tief in die Schüssel – und zog eine menschliche Hand heraus. Jawohl, die abgeschnittene Hand eines Menschen, die unter dem mit Brühe getränkten Brot lag.
…
„

VG Bild-Kunst Publikationsreihe



-Doppelheft, Offsetdruck vierfarbig, 30x38cm, verschiedene Papiere, Drahtheftung, gelaserte Perforation
-112 Seiten
-Auflage 150, signiert
-40€ plus Versand
Kontakt:
Wolf Böwig, Gehrdener Strasse 16, 30459 Hannover
wboewig@gmx.de
„Über Gewalt berichten“ – 7.-9. November, Generalsynode Dresden
Mit Bildern des Fotografen Wolf Böwig beschäftigten sich die Synodalen im Rahmen eines Workshops. Die Ausstellung, die dabei entstand, wurde am Nachmittag eröffnet. Der Leitende Bischof Ralf Meister würdigte Böwig, der seit drei Jahrzehnten Krisengebiete vornehmlich auf dem Balkan, in Afrika und auf dem indischen Subkontinent bereist, als einen „Wanderer in der Geschichte auf den Spuren der Gewalt“. Er zeige in besonderer Weise Bilder des Jüngsten Gerichts. Böwig selbst versteht seine Arbeit als Angebot zum Dialog, der der einzige Weg zum Frieden sei, wenn man das Ende der Sprache als Beginn der Gewalt verstehe: „Meine Bilder sind auch eine Aufforderung, sich einzusetzen für liberale Demokratie und Meinungsfreiheit.“



Ausstellung und Publikation






1.-30. November 2019
„
Der nördliche Balkan, das ehemalige Jugoslawien, dessen Nachfolgestaaten: Dort hat der Fotograf Wolf Böwig seit Anfang der 1990er Jahre wiederholt umfangreiche Reportagereisen unternommen, zuletzt im März und April 2019. So ist ein Archiv aus Bildern, Skizzen, Tagebüchern, Collagen und Eindrücken entstanden, in denen sich die gravierenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen dieser Region im vergangenen Vierteljahrhundert widerspiegeln: die Kriege, die nationalen und ethnischen Konflikte sowie der Wiederaufbau bis hin zur jüngsten Flüchtlingskrise.
Doppelheft und Ausstellung verstehen sich als eine erweiterte Dokumentation dieser Reportagereisen in den Südosten Europas. Ihr roter Faden ist der Reisende, in die Orte dieser Region eintauchende Fotograf. Der Augenzeuge vertieft seine Wahrnehmungen durch eine vielseitige Kenntnis der Literatur zu dieser Region und ihren Konflikten. Und kehrt immer wieder mit der Frage zurück: Warum?
Der Aufbau ist wie eine Reiseroute gestaltet, die um emblematische Orte kreist: Jasenovac, Popovac (Kroatien), Belgrad (Serbien), Visegrad (Bosnien), Pristina (Kosovo) und Gevgelija /Idomeni (Grenze Mazedonien/Griechenland).
Die Fotografien werden um Collagen des Fotografen, Texten von Ivona Grgurinović, Marko Dinić, Habbo Knoch, Pedro Rosa Mendes und Skizzen von David von Bassewitz erweitert. Sie bilden eigene Perspektiven, um sich der Region zu nähern.
Das Ergebnis ist eine Assemblage – eine Verbindung aus verschiedenen Zugängen, die neue Perspektiven auf die Räume der Gewalt und deren Verarbeitung eröffnen. Sie reterritorialisieren Landschaften im Bewusstsein der Betrachter, indem Orte, Grenzen und Routen über die Zeiten hinweg oszillieren – wie eine Resonanz auf die Zerstörung der Moral in den Kriegen der 1990er Jahre und deren bis heute ungeheilte Wunden.
„
von Habbo Knoch

Culture Worriers – The libertarian struggle to understand contemporary art
“
“Freedom: Art as the Messenger.” “We are living in an era where people are finding their combative voice but having little conversation or dialogue. The goal of this exhibition is to provide a medium for that conversation,” the call for entry read. “A full spectrum of interpretation is invited … addressing Freedom in all its manifestations through art.” When the exhibition was formally announced, the description took on a more polemical thrust:
Freedom means something different to every person, yet its value is a common bond between Americans. In these polarized times, Freedom: Art as the Messenger aims to provide a unifying platform of civility and creativity. Artists from across the country … share innovative and thought-provoking perspectives on freedom and the enduring need for its protection.
For four decades, Cato’s only position on the arts was “defund the NEA.” Suddenly, it wanted to stake a claim to culture.
…
“

