lost and found:


Once upon a time – “a long time ago,” perhaps, “in a galaxy far, far away” – there was an advanced civilization, free, liberal, individualistic, on a planet whose ice caps began to grow. All the civilization in the world could not halt the march of the ice. The citizens of that ideal state built a mighty wall, which would resist the glaciers for a time but not forever. The time came when the ice, uncaring, implacable, stepped across their lines and crushed them. Their last act was to choose a group of men and women to travel across the ice sheet to the far side of the planet, to bring news of their civilization´s death, and to preserve, in some small way, the meaning of what that civilization had been: to be its representatives. On their difficult journey across the ice cap, the group learned that, in order to survive, they would need to change. Their several individualisms had to be merged into a collectivity, and it was the collective entity – the Representative – that made it to the far side of the planet. What it represented, however, was not what it had set out to represent. The journey creates us. We become the frontiers we cross.

Salman Rushdie – STEP ACROSS THIS LINE

bought in Calcatta 2006

may 2020

84ter Geburtstag meiner Mutter – may 30th

roll 2&3 – may 29th

may 24th

may 19th

Wolverines for Moshe – may 16th

portfolio – may 13th

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Theater of Operations; Eleey Katrib – MoMA PS1

The Gulf Wars 1991-2011

given our current cultural climate, art institutions are practically the only places where we can actually step back from our own present and compare it with other historical eras

written in the aftermath of Abu Ghraib

Boris Groys

an Iraqi historian … becomes obsessed with a bookseller he encounters on his first trip back to Baghdad who is attempting to catalogue all that has been lost in the first minute of the Iraq war. The tale of the young scholar and the eccentric book dealer weaves in stories of the destroyed human and non-human lives – the moment an old tree is bombed, a prized stamp collection erupts in flames, a family is killed – and the expansive histories, relationships, and futures that die with them…

Theater of Operations

Das Drama der Freiheit – Ulrike Ackermann

Die Freiheit zählt zu Recht zu den grossen und verpflichtenden Errungenschaften der abendländischen Zivilisation. Freiheit von Zwang und Unterdrückung, Freiheit von Bevormundung, Freiheit von physischer und ideologischer Gewalt, Freiheit von politischer Übermacht – und was der bekannten Signaturen mehr sind. Dass der Mensch frei ist zu vielem – nicht zu allem –, ist eine Erkenntnis, die seit den Griechen politisch vielfältig wirksam wurde und insbesondere die Geschichte der westlichen Kulturen fundamental bestimmte. So kann man durchaus sagen: Ohne Freiheit kein Menschsein. Aber die Freiheit – des Einzelnen innerhalb von Staat und Gesellschaft – ruft immer auch Argwohn hervor: vor allem den Argwohn der Herrschenden, wo immer diese zu finden sind, von den Autokraten und tyrannischen Potentaten bis zum modernen Typus der Bürokraten oder Funktionäre. Schliesslich wird Freiheit immer wieder auch gegen Gleichheit ausgespielt, dann insbesondere mit dem Verweis auf sogenannte Verteilungsgerechtigkeiten im modernen Sozialstaat. Dort sollen die Menschen nicht zu frei sein dürfen, sich vielmehr klaglos einpassen in die Systeme einer homogenisierenden Verwaltungsordnung. Beispiele erübrigen sich.Heute ist die Freiheit abermals vielfach bedroht. Nachdem das Jubeljahr des Aufbruchs von «1989» viel zu viel versprochen hatte, finden wir uns in einer multipolar bewegten Welt wieder, die insbesondere die liberalen Geister unter ihren Beobachtern beunruhigen muss. Autoritär geführte Nationalstaaten, islamistisch geprägte Diktaturen, dazu die enorm gesteigerte Präsenz vielfältiger Überwachung im Zeichen der digitalen Möglichkeiten: Dies alles lässt uns erneut nach den Werten und Errungenschaften im Zeichen der Freiheit fragen.

Dr. Hans-Dieter Vontobel

Das Drama der Freiheit – VONTOBEL Schriftenreihe 2/2020

Krieg und Frieden – Leo Tolstoi

Dann legte ich Krieg und Frieden ein, und es begann die Geschichte einer Sucht. Wer Ulrich Noethen lauscht, weiß sofort, dass es keine bessere Art geben kann. Überflüssig zu sagen, dass man da jede Unterbrechung als Störung einer heiligen Handlung empfindet

Felicitas v. Lovenberg – FAZ

Krieg und Frieden

april 2020

april 29th

one year ago: final day on SIGNUM MORTIS; Zagreb – april 28th

Hannover – Virginia – Hamburg

one year ago: Ključ – april 26th

one year ago: Jasenovac – april 25th

april 24th

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upcoming – Enclosed: Frontiers of Dignity

Die geplante Reportage nimmt die humanitäre Katastrophe in den südosteuropäischen Grenzräumen als Verbindung individueller Schicksale, politischer Systemkrise und historischer Belastungen auf neue Weise in den Blick. Um sich von der tagesaktuellen Berichterstattung und ihren Medienschablonen abzugrenzen, verbindet sie im Stil der erweiterten „documentary photography“ verschiedene Medien und Techniken, um eine fundierte Imagination des Geschehens zu ermöglichen: Fotografie, Augenzeugenberichte, dokumentarischer Text und künstlerische Gestaltung

Vor Ort wird fotografisch erfasst, wie unterschiedliches Wissen über die Grenzsituationen festgehalten, tradiert und kommuniziert wird. Dazu werden a) Betroffene, Verantwortliche und NGO-Akteure in ihren jeweiligen Kontexten aufgesucht b) Bereits dokumentierte Augenzeugenberichte (u.a. aus den Beständen des Border Violence Monitoring Network mit fast 700 online verfügbaren Berichten) werden gesichtet und ausgewertet c) Durch kommentierende Erläuterungen zur Geschichte des südosteuropäischen Grenzraums, den zeithistorischen Entwicklungen seit den 1990er Jahren und den aktuellen politischen und humanitären Bedingungen, wird das gegenwärtige Grenzregime historisiert

Habbo Knoch

march 2020 II

31th

Kartoffelanzucht

30th

28th

27th

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Blau: Wie die Schönheit in die Welt kommt – Kai Kupferschmidt

Wie würde ich einem blinden Menschen die Farbe Blau erklären?

Blau ist besonders. es kommt in der Natur seltener vor als andere Farben, das hatte Goethe in seiner Farblehre ebenfalls vermerkt. Warum? Was weiß die Wissenschaft über die Farbe Blau? Wie hängen all diese Dinge zusammen, die wir bewundern: die Falter und die Früchte, das Meer, die Mineralien und die Menschen? Wie viel mehr Schönheit gibt es zu entdecken, wenn wir wissen, was sie verbindet? Kurz: Wie würde ich die Farbe Blau einem Sehenden erklären?

Blau: Wie die Schönheit in die Welt kommt

encounters 1969 – 2020

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Brief Vorderseite (abgesendet 1969 Bo Waterside, Grenze Sierra Leone/Liberia)

Foto:

Wolf Böwig – Bendu Malen 2005 (Grenzgebiet Sierra Leone/Liberia)

In the insanity of killing, the ultimate refinement of horror can be to refrain from killing. Morie was the victim of such an act of cruelty. His entire village was killed to the last man, and he, he alone, was left alive. “They showed me the dead people and made me chief of the village, threatening to kill me if I ever crossed their path again.” Morie’s mother, before the attack, had put her little prince to sleep. In mid-slaughter, gunshots woke the boy to the nightmare of living. “When the rebels found me inside the house, they grabbed my hand and took me to the village, till I identified my father.” There lay his father, in the middle of the apocalypse, still identifiable, “with his belly open and his throat cut.”

by Pedro Rosa Mendes

Black.Light Project 2011

Brief Rückseite (abgesendet 1969 Bo Waterside, Grenze Sierra Leone/Liberia) vom Patenonkel (Waffenhändler) des Fotografen


 

-2-

Foto:

Wolf Böwig – Lipik/Jugoslawien 1992

Foto:

Wolf Böwig – Lipik/Kroatien 2019 (Hand/Unterschrift von Dragija- und Ivana Horvat auf Fotokopie)

Collage und Fotografie: Wolf Böwig 1991-2019 für SIGNUM MORTIS


 

-3-

instagram screenshots März 2020

Dear wolf this is me masoud , you must remember me ,in Afghanistan 1995,I,ll be glad if call me,

instagram Nachricht gesendet an Fotografen von Thilo Thielke

 

Kontaktabzüge Wolf Böwig 1995

Masoud (Übersetzer des Fotografen)

Kabul, Afghanistan und campsite Rawalpindi, Pakistan

Foto und Collage (Peshawar/Mazood) Wolf Böwig 2017 – FAZ, 6.12.2018

Grand Trunk Road Teil 10


 

 

 

 

 

 

march 2020

Hannover 28.3.20 / Vukovar 28.3.19

18.3.20

first floor at Autobusni Kolodvor Zagreb, 18.3.19 – impulse image for SIGNUM MORTIS

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