BLrevisited – Publikationsförderung VG-Bild

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Lieber Herr Böwig,
in seiner abschließenden Sitzung am 29.07.2026 hat der Beirat der VG Bild-Kunst / Stiftung Kulturwerk der Berufsgruppe II (Fotografie, Illustration, Design, Grafik) die für den Bewerbungstermin 15.05.2026 eingereichten Anträge auf Förderung eines Publikationsvorhabens beraten und entschieden. Für dieses Förderprogramm haben uns insgesamt 101 Anträge erreicht…
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Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass der Vergabebeirat beschlossen hat, Ihr Vorhaben (BLrevisited) zu fördern.
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Mit besten Grüßen und einem herzlichen Glückwunsch
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BLrevisited


Sarajevo 1993, never forgotten
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Wir sind der Krieg. Wir tragen die Möglichkeit zu dieser schrecklichen Krankheit in uns, die uns allmählich auf etwas reduziert, das wir nie für möglich gehalten hätten. Und ich fürchte, daß wir niemand anderem die Schuld geben können. Wir machen den Krieg möglich, wir lassen ihn zu. Wir haben nur einen schwachen Schutz dagegen, unser Bewusstsein. Es gibt kein WIR und SIE, es gibt keine Zahlen, Massen und Kategorien, simple Fakten und schwarz-weiß Wahrheiten. Es gibt nur uns, und -ja!- wir sind füreinander verantwortlich.
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Patrick Marnham – Dreaming with his eyes open: a life of Diego Rivera
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He has been born in a town where the streets run underground, where pigeons roost in tunnels and trees sprout through air shafts, and where the dead were dug up and carried to the surface and set out in glass cases for inspection. Among them was a baby girl, dressed in her best lawn grown and clutching her favorite doll. When children died in Guanajuato a hundred years ago, they were dressed up as though for a party and taken to the portrait photographers studio to be photographed with their mother. When photography reached Mexico, this was one of the first uses people found for it. Then, after the photograph, the family were invited home and all the living children were dressed up and there was a party, with the dead child seated in a place of honour. As she was now, so they be.
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Über den 20.Juli 1944, meine Eltern, und persönliche Verantwortung heute
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Als ich nach unserem Treffen das Schulgebäude verließ, nachdenklich und froh, bleib mein Blick an einer Gedenktafel hängen. Sie erinnert an Helmuth James Graf von Moltke, der ein Jahrhundert zuvor genau hier zur Schule gegangen war.
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Die Menschen aus dem Widerstand damals einte etwas: Sie haben sich nicht entzogen. Sie haben sich nicht zurückgezogen. Nicht in die Bequemlichkeit, nicht in die Ausrede, dass einer allein ja nichts ändern könne. Sie haben ihre Verantwortung wahrgenommen. Weil sie Menschen waren in einer Welt, die immer unmenschlicher wurde. Viele von ihnen hatten keine Macht, keine Ämter, keine Titel, keinen Schutz.
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Sie waren nicht von Anfang an Helden und wollten es wahrscheinlich auch nie sein. Aber sie haben etwas getan, das einfacher klingt, aber möglicherweise schwerer ist als jede Heldentat. Sie haben sich verantwortlich gefühlt. Für andere und für das, was ihr Schweigen würde anrichten können. Das macht sie besonders. Sie haben nicht darauf gewartet, dass ihnen jemand einen Auftrag gibt, sondern ihn sich selbst gegeben.
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july 25th

reaching a place upstream from time – july 24th

So vernichtet die Gewalt jeden, den sie berührt – Simone Weil
july 23rd


july 22nd
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Joshua Craze – The War No One Wanted
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In Sudan, the forces unleashed by the remnants of Bashir’s regime have not won. Even under siege, life continues.
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I am supposed to be an expert. I write reports about the war. Diplomats with concerned brows ask me for my opinion on where the conflict is going. Will the RSF take Babanusa? Will its drones strike Khartoum again? Are the UAE interested in peace? The answer to the last question seems obvious to me—it’s contained in images of the bright new weapons the Emirates have festooned on the RSF, with as much largesse as Sheikh Mansour bin Zayed al-Nahyan uses to outfit the Manchester City frontline. I try to answer the other questions the diplomats pose, but under my peacocked expertise, I’m confused. This war, I cannot understand it all. Perhaps it’s not helpful for the expert to hold up his hands and announce his confusion, but I think there is a clue here, something that might help us comprehend the war’s enormous complexity. My confusion has its roots in a demonstration I attended in Khartoum, back in October 2021.
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Entscheidung in Spanien – Paul Ingendaay
Der große Kampf der Literatur 1936-1939
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Paris, 8. und 9. Januar 1937
Picasso arbeitet an „Traum und Lüge Francos“
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Vierzehn von achtzehn Vignetten, die auf Goyas Radierzyklus Desastres de la guerra anspielen, stellt Picasso innerhalb von zwei Tagen fertig. Dann hält er inne. Ist Hohn auf den Generalísimo das Einzige, was ihm einfällt? Die Realität des Krieges, das Elend der einfachen Landbevölkerung und die Bombardierung spanischer Städte durch die deutsche und italienische Luftwaffe werden in Traum und Lüge Francos nicht einmal angedeutet: Agitation ohne Herz, vor allem aber ohne schmerzhaften Bezug zur Wirklichkeit. Erst einmal legt Picasso die zwei großen Blätter, auf denen vier Felder weiß geblieben sind, beiseite. Es dauert fünf Monate, bis er sie füllen kann; erst sie erzählen die ganze Geschichte.
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Baskenland, September 2022
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Als Kunstwerk ist Guernica daher verblüffend unversehrt, ja unverstanden geblieben. Fast siebzig Jahre nach seiner Entstehung ließ sich seine Wirkmacht daran erkennen, dass am 9. Februar 2003, als sich die Vereinten Nationen zum Krieg gegen den Irak entschlossen, der Guernica-Wandteppich vor dem Sitzungszimmer in New York mit einem blauen Tuch verhüllt wurde. … Dieses Bild hat Augen, mit denen es unser Tun beobachtet.
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Entscheidung in Spanien