MET – The African Origin of Civilization



And it will be important to emphasize the degree to which much of the art of sub-Saharan Africa in the collection is inherently, and often fortrightly, about ethics, about the workings of social justice; about right living, personally, socially and spiritually; about the quest of balance in the natural world, all evident in the power figure’s prosecutorial vigor, in Gwandansu’s mountainous calm and in the sun-pointing, heaven-seeking horns of the antelope-shaped harvest mask from Mali.

New points of light across cultures – NYT, january 14th



The African Origin of Civilization

Habbo Knoch – Die neue Unfähigkeit zu trauern



Die Fähigkeit zu trauern hätte uns anders durch die Pandemie führen können. Ohne die Verdrängung der Toten hätten wir einen anderen Diskurs darüber führen können, was uns als Gesellschaft wichtig ist. Warum haben wir uns nicht früh zum Ziel gesetzt, eine Null-Toleranz-Politik mit Blick auf die Toten zu verfolgen? Sprachen dagegen nur pragmatische Gründe und solche der Zurechenbarkeit? Nein: Die Herausforderung war zu groß. Die Coronatoten erinnern uns an die relativ guten Umstände, mit denen wir es letztlich doch in der breiten Mehrheit bislang durch die Pandemie geschafft haben. Über die Trauer um die Toten zu einem kritischen Blick auf uns selbst zu gelangen, ist vielleicht zu früh, vielleicht zu viel verlangt. Aber wir sollten damit nicht warten, bis uns von den Coronakindern unsere Unfähigkeit zu trauern vorgeworfen und deren Aufarbeitung eingefordert wird. Mit einer solchen Konstellation hat dieses Land zwar leider viel Erfahrungen machen müssen, aber eben nicht nur gute.

Die neue Unfähigkeit zu trauern

RIP: Mustafa

january 2022

Im Nordwesten von Wyoming schützt der Grand Teton National Park eine wilde Berglandschaft. Der Snake River durchfließt das Schutzgebiet von Nord nach Süd und speist eine Reihe von Seen. Mit etwas Glück kann man an seinen Ufern Elche beobachten – january 18th

january 16th

screenprint over Triptychon | ca.60x120cm – first layout

january 15th


Happy are those who died without ever having had to ask themselves: „If they tear out my fingernails, will I talk?“. But even happier are others, barely out of their childhood, who have not had to ask themselves that other question: „If my friends, fellow soldiers, and leaders tear out an enemy’s fingernails in my presence, what will I do?“

Jean Paul Sartre

january 14th


january 13th

first blossom – january 12th

preparations for screenprinting – january 11th

Marseille, Paris, Capetown – january 9th

second test – january 2nd

screenprint on acryl | first test – january 5th
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Ta-Nehisi Coates – The beautiful Struggle



Irgendwann, meist so in der dritten Klasse, fiel der Groschen: Auf die Fäuste kam es an. Wer zuschlagen konnte ersparte sich eine Menge Bullshit. Dabei war es unwichtig, ob der Kinnhaken danebenging oder der Schwitzkasten kaum mehr war als eine feste Umarmung. Das man sich stellte statt sich zu verpissen, ließ die Banditen wissen, daß man kein Opfer war, dem man das Mittagessen abzocken konnte.

Wenige Wochen später liefen wir unweit der Lemmel über ein Feld, eine Abkürzung zur Haltestelle der Linie M-1 – er wollte nach Hause, ich zu meiner Großmutter. Und dann kamen die Motherfucker, uns zahlenmäßig weit überlegen, liefen über das Feld westlich der Dukeland und südlich der Liberty Hights.

9.
10. Dukeland Hill: Umkämpftes Territorium, ein Schlachtfeld in konstanter Bewegung
11.


The beautiful Struggle

 

Ai Weiwei – 1000 Jahre Freud und Leid, Erinnerungen


Man merkt in diesen Memoiren, wie ernst es Ai Weiwei ist.
Was für ein tief moralischer Künstler er ist. Es ist absolut
erschütternd, aufregend und faszinierend, das zu lesen.

Daniel Kehlmann

Rezensent Mark Siemons versteht die Widerständigkeit des
chinesischen Künstlers Ai Weiwei etwas besser nach der Lektüre
dieser Memoiren. Ai schildert hier laut Rezensent recht kühl die
Demütigungen unter den Roten Garden, denen sein Vater
ausgesetzt war, und die Vereinnahmung seiner selbst und
seiner Kunst durch den Westen. Die Kluft zwischen den
Erfahrungshorizonten wird Siemons dadurch bewusst und
auch das Kraftzentrum von Ais Kunst. Von der Harmlosigkeit
der Zeichnungen im Buch solle sich der Leser nicht täuschen lassen,
rät Siemons. Die abgebildeten Latrinen und Abhörinstrumente
führen direkt zum Kern von Ais Werk, meint er.

Perlentaucher – Rezensionsnotiz FAS, 6.12.2021

THE WORLD AFTER 9|11 – Caen Memorial Museum

The exhibition is divided into seven major chapters that recount the consequences of the 9|11 attacks over the last two decades. The work of journalists, photographers, reporters and historians has helped create this exhibition and explain how the world suddenly changed.

THE WORLD AFTER 9|11

december 2021


december 31st

december 30th

diary – december 29th


december 24th

Tunesia incl. – december 23rd




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Paul Auster – Burning Boy


In the desert
I saw a creature, naked, bestial,
Who, squatting upon the ground,
Held his heart in his hands,
And ate of it.
I said „Is it good, friend?“
„It is bitter-bitter“, he answered;
„But I like it
„Because it is bitter,
„And because it is my heart.“

The Life and Work of Stephen Crane

Thomas Mann – Buddenbrooks



Durch die Gitterfenster seiner Individualität starrt der Mensch hoffnungslos auf die Ringmauern der äußeren Umstände, bis der Tod kommt und ihn zu Heimkehr und Freiheit ruft … Individualität!

… Ach, was man ist, kann und hat, scheint arm, grau, unzulänglich und langweilig; was man aber nicht ist, nicht kann und nicht hat, das eben ist es, worauf man mit jenem sehnsüchtigen Neide blickt, der zur Liebe wird, weil er sich fürchtet, zum Haß zu werden.

Ich trage den Keim, den Ansatz, die Möglichkeit zu allen Befähigungen und Betätigungen der Welt in mir … Wo könnte ich sein, wenn ich nicht hier wäre! Wer, was, wie könnte ich sein, wenn ich nicht ich wäre, wenn diese meine persönliche Erscheinung mich nicht abschlösse und mein Bewußtsein von dem aller derer trennte, die nicht ich sind! Organismus! Blinde, unbedachte, bedauerliche Eruption des drängenden Willens! Besser, wahrhaftig, dieser Wille webt frei in raum- und zeitloser Nacht, als daß er in einem Kerker schmachtet, der von dem zitternden und wankenden Flämmchen des Intellektes notdürftig erhellt wird!


Buddenbrooks

november 2021

november 30th

november 29th


november 28th

november 25th

portfolio Wolfenbüttel – november 23rd

portfolio GEO – november 21st

SIGNUM MORTIS | 4″ – november 20th
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RIP: Bettina (1956-2021)



Mit Mut und Meinung

Weder anderen noch sich selbst gegenüber war sie nachsichtig, wenn es um das journalistische Handwerk ging. Und sie erkannte, dass dieses Handwerk auch an Grenzen stößt, etwa in Ruanda 1994, als täglich Tausende massakriert wurden. Wie schreibt man darüber, erst als weiße Journalistin ausreisen zu dürfen, also dem Horror zu entkommen, und zwei Wochen später bei der Rückkehr ins gleiche Hotel zu erfahren, dass alle tot sind? Wer das miterlebt, ist gezeichnet fürs Leben. Zwei Jahre später verließ sie Afrika.

Sie lebte in Nairobi mit ihrer Tochter Nora zusammen, und wer damals ihr Haus betrat, stieß als Erstes auf eine gigantische Bücherwand, gefüllt mit dem kompletten Kanon des deutschen Bildungsbürgertums – eine intellektuelle Sektorengrenze, die ihr die nötige Distanz zu ihrer Arbeit ermöglichte, vor der aber Besucher plötzlich ganz klein aussehen konnten.


taz, 1.11.2021

Wolf Böwig – 4″

200 pages, bilingual
22x28cm
to be released fall 2022

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