Über den 20.Juli 1944, meine Eltern, und persönliche Verantwortung heute
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Als ich nach unserem Treffen das Schulgebäude verließ, nachdenklich und froh, bleib mein Blick an einer Gedenktafel hängen. Sie erinnert an Helmuth James Graf von Moltke, der ein Jahrhundert zuvor genau hier zur Schule gegangen war.
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Die Menschen aus dem Widerstand damals einte etwas: Sie haben sich nicht entzogen. Sie haben sich nicht zurückgezogen. Nicht in die Bequemlichkeit, nicht in die Ausrede, dass einer allein ja nichts ändern könne. Sie haben ihre Verantwortung wahrgenommen. Weil sie Menschen waren in einer Welt, die immer unmenschlicher wurde. Viele von ihnen hatten keine Macht, keine Ämter, keine Titel, keinen Schutz.
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Sie waren nicht von Anfang an Helden und wollten es wahrscheinlich auch nie sein. Aber sie haben etwas getan, das einfacher klingt, aber möglicherweise schwerer ist als jede Heldentat. Sie haben sich verantwortlich gefühlt. Für andere und für das, was ihr Schweigen würde anrichten können. Das macht sie besonders. Sie haben nicht darauf gewartet, dass ihnen jemand einen Auftrag gibt, sondern ihn sich selbst gegeben.
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